15
Jun
2011

Reiseberichte, Part I: Ontario

Args, das ist schrecklich wenn man so mit Reisen beschäftigt ist, dann kommt man gar nicht dazu darüber zu bloggen (geht mit jedenfalls so, anderen nicht). Naja, ich werds dann mal anfangen nachzuholen, aber erwartet keinen zu langen Texte ^^ Der versprochenen letzte Co-Op Post ist auch noch geplant, aber ich wollte erst mal ein bisl von den Reisen im Mai berichten. Über Toronto kommt dann noch mal später extra was (das ist ja nicht reisen, sondern Sightseeing "zu Hause", zählt also gar nicht!)

Niagara Fälle

Ich war ja schon mal an den Niagarafällen, aber diesmal auch dabei: Die älteste Touri-Attraktion Nordamerikas Maid of the Mist! Mit schnuckeligen Booten so nah an die Fälle heranfahren bis man eigentlich nur noch brodelndes Weiß sieht und vermutlich relativ leicht davon zu überzeugen wäre, das man gleich über Rand der (Scheiben)welt fällt... Das ist wirklich ein beeindruckendes Erlebnis, und auch wenn man sich sonst eigentlich alle Touri-Atrraktionen in Niagara verkneifen kann, ist die Maid of the Mist ein absoluter Muss! Ansonsten könnte ich hier noch mal etwa die gleich Bilder posten wie beim letzten Mal, nur ohne Feuerwerk und mit mehr Blumen ;) Außerdem war ich diesmal auch in Niagara-on-the-Lake, dem "prettiest town of Ontario". Naja, schon ganz niedlich, aber so recht verdient hat es den Titel in meinen Augen nicht (deswegen davon auch keine Bilder). Aber der Wein dort ist schon gut (JA! In Kanada wird Wein angebaut!!)



Cobourg

Süße Kleinstadt etwa 100km östlich von Toronto am Lake Ontario. Hat ein bisl was von Warnemünde. Hat mMn hübschere Häuser als das "prettiest town of Ontario", aber Cobourg hat schon einen eigenen Titel: "Ontario's Feel Good Town" - auch gut! :)
Das Wetter war leider in Cobourg (wie insgesamt beim Reisen) nicht immer so ganz großartig (dies war in Toronto der regnerischste Mai seit... immer), aber wenn in Cobourg der kalte Wind über den See heranrauscht, kann man sich ja ins Oasis flüchten, dem "Official Restaurant of Summer" =)



Petroglyphs Provincial Park

Von Cobourg aus haben wir eine Tagestour gemacht zum Petroglyphs Provincial Park, wo es eine beeindruckende Sammlung von in Stein gegeritzten Indianerzeichnungen gibt, mehr Infos dazu auf der Website. Sehr schön angelegt das ganze und mit interessanter Ausstellung dazu. Fotos darf man dort keine machen, da der Ort auch für die heute lebenden Indianern noch heilig ist, aber die Google Bildersuche kann einen ganz guten Eindruck vermitteln.
In dem Park kann man dann aber auch sehr schön wandern gehen, und davon hier noch ein paar Bilder:


Bei den Wanderungen gab es dann auch schon gaaaaanz aufregendes Wildlife.:

(oke, vielleicht nicht aufregend, aber hübsch...)


Presqu'ile Provincial Park

Auf dem Weg von Cobourg nach Kingston Zwischenstopp im Presqu'ile Provincial Park. Sonnenschein, es ist schön warm - aber über dem See liegt kalter dichter Nebel. Irgendwie gruselig. Aber immerhin kann man dort dann mit den Meerjungfrauen picknicken (die leider nicht fotografiert werden wollten, aber sie waren da, echt!)



Und auch hier wieder ein bisl Wiildlife:



Kingston und die Thousand Islands

Über den Loyalist Parkway dann weiter nach Kingston, noch so ne schnuckelige Stadt am Lake Ontario, inzwischen sind wir 200km östlich von Toronto. Die berechtigte Frage wem gegenüber diese Straße loyal ist beantwortet ein Blick in die Geschichte: Diese Region Kanadas (also eigentlich der ganze Süden Ontarios, auch inklusive Niagara Fälle, Toronto und so) wurde besiedelt von den Loyalisten, die nach der Unabhängigkeit Amerikas gerne weiterhin in einer Kolonie leben wollten und deswegen nach Norden auswanderten. Man sieht also viele Union Jacks flattern und noch mehr Sachen heißen "King ..." oder "Queen ..." Die Häuser sind auch alle besonders imposant gebaut worden damit die Amis auf der anderen Seite des Flusses auch ja sehen, das man es viel besser hat wenn dem britischen Königshaus loyal ist... Auch heute noch übt die kanadische Airforce Flugmanöver um die Amis zu beeindrucken (den ganzen Tag! direkt über der Stadt! Das ist LAUT! Und die Kingstoner setzen sich tatsächlich mit Stühlen vors Haus um das zu beobachten oO )
Von Kingston aus kann man dann auch schön die 1000 Islands anschauen, wenn man keine Lust hat auf den Bootstouren vollgequatscht zu werden zum Beispiel vom 1000 Island Parkway aus...



Algonquin Provincial Park

Der Algonquin Park war definitiv ein ziemliches Highlight der bisherigen Kanada-Reisen. Wir waren nicht so wirklich im unentwickelten Hinterland sondern immer in der Nähe der Highway und haben auch gar nicht im Park selbst gewohnt, sondern knapp außerhalb - aber es war trotzdem eine super tolle Erfahrung! Von der Highway aus gibt es mehrer Wanderwege von bis zu 15km Länge, und von diesen dann wunderbare Ausblicke über den Algonquin Park. WIldlife haben wir allerdings hauptsächlich an der Highway gesehen, und bei den moose (also Elchen) hat das auch einen Grund: Nach dem Winter haben die Tiere Salzmangel und in den Sümpfen neben der Straße ist das Wasser salziger, weil die Straßen im Winter gestreut werden. In 2,5 Tagen haben wir insgesamt 11 Moose gesehen, und es sind schon echt beeindruckende Tiere.



So, es gäbe natürlich noch viel mehr zu erzählen (besonders vom Algonquin Park), aber schon so habe ich ja 3 Wochen gebraucht um diesen Blogeintrag fertig zu schreiben. Der nächste folgt hoffentlich bald (also bevor ich wieder in D bin zum Beispiel)

Da die Berichte jetzt ja alle vom Mai waren, will ich doch wenigstens mal ein kleines Update rauszugeben was ich im Juni so gemacht habe/machen werde:
6. -12. Juni: New York City // 15.-18.Juni: Quebec City // 18.-22. Juni: Montreal // 25.Juni: Abflug aus Toronto // 26.Juni: Ankunft in Berlin :)

24
Apr
2011

Co-Op Part II

In Part I hatte ich euch ja schon mal das Haus gezeigt, und nun geht die Youtube-Videoführung weiter in *tada tada* meinem Zimmer!

Also ohne viel weitere Vorrede - mein Zimmer:


So, nun ist das Geheimnis meines Zimmers also gelüftet *mich gar nicht mehr geheimnisvoll fühl* aber ich wollte auch noch mal ein bisl mehr vom Co-Op Leben berichten und zeigen...

Dining Hall

In unserer Dining Hall (auf gut deutsch ist das natürlich der "Speisesaal" aber das klingt irgendwie falsch!) haben wir ja Montag bis Freitag Mittag- und Abendessen bekommen bis Mitte April, seit nunmehr einer Woche müssen wir uns wieder selbst versorgen - ganz gruselig! Aber immerhin bin ich nun nicht mehr an die seltsamen Zeiten gebunden: Mittagessen um 12 Uhr und Abendessen um 17h - brutal, oder? Freitags gab es aber traditionell immer zum "Mittagessen" ein typisch kanadisches Frühstück, nämlich Pancakes mit Ahornsirup, Früchten und Yoghurt (siehe Bild) - lecker oder?
Damit all dieses Essen immer pünktlich auf dem Tisch steht, muss ja jeder in Co-Op einmal die Woche für anderthalb Stunden in der Küche helfen. Dabei habe ich irgendwie meistens entweder Gemüse geschnippelt (1,5h Kartoffeln schälen und klein schneiden, juhu -.- ) oder es gab für mich massenhaft Hühnchenfleisch klein zu schneiden.
So und nun gibt es auch zur Dining Hall noch ein Video, was ich während meiner letzten Küchenschicht gedreht habe:



So, das war dann der Part II, es wird aber vermutlich noch mindestens einen weiteren Teil geben, ich hab nämlich noch ganz viele knuffige Bilder von unserem Fidel, von Co-Op Partys, einen beeindruckenden Vorher-Nachher Vergleich von unserer Frühjahrsputz-Streich-Aktion im common room und "What I learned in co-op..." =)
Jetzt aber erste mal weiter lernen: Mittwoch und Donnerstag hab ich Klausuren => Daumen drücken!!

21
Apr
2011

U of T vs. HU Berlin

So, nun wird es mal Zeit für den ultimativen Univergleich! University of Toronto VS Humboldt Universität zu Berlin. Ich kann nicht beurteilen inwiefern man das in allen Fällen verallgemeinern kann zu "deutsche Uni VS kanadische Uni", deswegen bleib ich mal bei dieser Einschränkung... Na dann: Let the matches begin!
  • Aufbau des Studiums: An der UofT funktioniert das alles nach Baukastenprinzip: Im ersten Jahr wählt man nur ganz grob die Richtung aus die man studieren will, zum Beispiel “life sciences”. Im zweiten Jahr wählt man sich dann entweder einen "Major" (Hauptfach) und zwei "Minors" (Nebenfach) oder zwei Majors, einen Minor oder einen Specialist. Jedes Institut legt fest was für Kurse man machen muss für einen Minor, Major oder Specialist, aber meistens gibt es nur so Regelungen wie "mindestens 3 Kurse aus dem vierten Jahr", "höchstens 5 Kurse aus dem erstem Jahr" halt bei einem Minor weniger als bei einem Major. Insgesamt braucht man 20 "credits" um den Bachelor abzuschließen, wobei ein normaler Kurs der über ein Semester geht 0.5 credits bringt, man also bei 5 Kursen pro Semester nach 4 Jahren fertig ist. Eine Abschlussarbeit gibt es nicht. Selbst wenn man einen Specialist macht, ist es zumindest in Mathe deutlich weniger spezialisiert als an der HU.
    Ich finde es zwar gut, das man sich das Studium dadurch deutlich individueller zusammen stellen kann und auch noch nicht am Beginn des Studiums so genau wissen muss, was man eigentlich machen will. Der Nachteil ist aber das zB in einem third year math Kurs dann Leute mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen sitzen und der Professor noch mal erklärt was rationale Zahlen sind... Wahrscheinlich ist es letztlich von Person zu Person und Fach zu Fach unterschiedlich welches System besser passt, aber bei Mathe bin ich schon froh im HU Diplom zu sein =)
    All in all HU 2 : 1 UofT
     
  • Qualität der Vorlesungen: Ist ja nun auch kein unwichtiger Punkt am Studium ^^ Natürlich hab ich da jeweils nur ganz kleine Stichproben von HU und Uof T, aber insgesamt kann ich nicht behaupten das es da einen großen Unterschied gibt. Es gibt ein paar ganz wenige Vorlesungen die echt super sind und dann verteilt sich das so die Gauss-Kurve entlang bis hin zu den Vorlesungen die ganz und gar schrecklich sind. Auf jeden Fall kann ich nicht behaupten, das Studiengebühren die Qualität verbessern!
    Was es hier aber ein bisl leichter macht, zumindest teilweise im Voraus zu erahnen welches die Guten und welches die Schlechten Vorlesungen sind, ist der vom AStA herausgegebene "Anti-Calendar" in dem die Ergebnisse der Studentenbefragungen veröffentlicht werden. Einige wenige Professoren lehnen zwar die Veröffentlichung "ihrer" Ergebnisse ab, aber deren Namen werden dann halt auch veröffentlicht, so das man sich zumindest fragen kann ob der entsprechende Prof was zu verbergen hat...
    Es ist aber trotzdem unentschieden HU 1 : 1 UofT
     
  • Studiengebühren: schließt sich dann ja mal gleich schön als Thema an. Gut das ist wohl einfach: An der UofT zahlt man pro Jahr 6000$ und dann auch noch mal Extra Gebühren von 70$ für so etwas wie eine Klausur die man wegen Krankheit nachschreiben muss -.- Aber noch mal ein paar Worte zu OSAP (die kandische Version des BAFöG): Man muss es komplett zurück zahlen und sobald man seinen Abschluss hat, fallen normale Zinsen auf das Darlehen an. Im Durchschnitt hat der kanadische Student beim Abschluss 37.000$ Schulden durch öffentliche und private Darlehen. Nett, oder?
    --> HU 3 : 0 UofT
     
  • Campus: Naja, an der HU gibt es ja gar nicht so wirklich einen Campus. Nein, also da steht die UofT definitiv besser da! Der Campus hat hier vor allem sehr viele wunderschöne alte Gebäude - die innen dann allerdings moderner sind als die knarrenden Hörsäle im Hauptgebäude der HU. Bilder hatte ich ja schon mal gezeigt.
    Außerdem macht es schon viel aus einen echten Campus zu haben, mit Studentenwohnheimen, etc, das gibt einfach deutlich mehr Studenten-Feeling, als wenn da lauter Hotels oder Büros oder sonstewas zwischen stehen...
    Das einzige was mir hier auf dem Campus echt gefehlt hat: ne Mensa! Ja, sowas gibt es tatsächlich nicht. Es gibt zwar von Starbucks bis zu Trucks mit China-Fastfood alle möglichen kommerziellen Angebote, und die Studentenwohnheime auf dem Campus haben oft nen eigenen Speisesaal, aber das is ja was anderes als ne Mensa die für alle Studenten offen ist.
    Also sagen wir mal HU 1 : 2 UofT
     
  • Angebote für Studenten: Auch hier schneidet die UofT deutlich besser ab: Zum Beispiel gibt es auf dem Campus Schwimmbäder und Fitnessstudios die für alle Studenten kostenlos zugänglich sind (wo sich aber erstaunlich viele Rentner herumtreiben). Im Hart House Pool bin ich hier dann "regelmäßg einmal die Woche" schwimmen gegangen. Schon zwei Mal in diesem Jahr.... Und dann gibt es im Hart House auch noch so tolle Veranstaltungen wie zum Beispiel die Midterm Massage Mondays - kostenloste 15 min Shiatsu Massagen für gestressten Studenten :D
    Außerdem gibt es natürlich noch die ganzen Studentenclubs, wer mal beeindruckt sein will, schaue hier. Ich war zum Beispiel bei den Bookends [ein Buch pro Monat lesen und sich treffen um darüber zu quatschen] und in Herbst Semester auch beim UT Swing [einmal die Woche Swing tanzen]. Vom German Drama Club hatte ich ja auch schon berichtet [die Aufführung hat übrigens super Spaß gemacht :D ]. In meinen zwei Semestern hier habe ich von gut 3 Dutzend Theateraufführungen von Studierenden gehört, wahrscheinlich gab es sogar noch viel mehr!
    Und damit sind die Angebote für Studierende noch nicht erschöpft, das fängt beim Multi Faith Centre an und ist bei SEC, dem Sexual Education Centre, was Vorträge über Sexspielzeuge hält und Kondome und Gleitmittel verteilt, noch lange nicht vorbei...
    Falls es sowas alles an der HU auch gibt dann ist es jedenfalls sehr gut versteckt...
    Also ich würde sagen das ist eindeutig HU 0 : 3 UofT
     
  • Arbeitsaufwand für den Studi: Ich habe mit mehreren Austauschstudenten hier gesprochen, und erstaunlich viele haben sofort der Aussage zugestimmt, das man an der UofT mehr arbeiten muss aber nicht mehr lernt dadurch. Das liegt zum Teil daran das man hier in den Semesterferien (hier ist das der Sommer: Mai bis August) komplett frei hat. Während des Semesters allerdings gibt es pro Kurs in der Regel ein oder zwei Midterms (Klausuren mitten im Semester) zusätzlich zu den Finals (Klausuren nach Vorlesungsende) und dann darf man noch während des Semesters Essays schreiben (in manchen Kursen 4 Stück pro Semester) oder Übungsaufgaben machen oder was dem Prof sonst so einfällt - ich hatte zum Beispiel drei "surprise quizzes" in meinem einen Kurs. Das eine Prüfung am Ende allein die Note bestimmt, ist hier nicht erlaubt, das Final darf sogar höchstens 50% zählen, und man muss auch eine maßgebliche Note erfahren solange man noch die Möglichkeit hat den Kurs anzuwählen.... Mich nervt es ja ziemlich das die Endnote hier so prozentweise zusammen gestückelt wird, aber die Leute hier sind immer ganz entsetzt wenn ich ihnen erzähle, dass meine Noten an einer einzigen Prüfung hängen. Ich finde ja, das fühlt sich hier alles eher wie Schule an und vor allem nicht als ob man den Studenten groß zutraut eigenverantwortlich zu lernen.
    --> HU 3 : 0 UofT
     
  • Uni Bürokratie: Oke, ich will ja nicht behaupten, das die HU unbürokratisch ist, aber die UofT setzt da echt noch mal einen drauf ^^ Ich hatte ja schon mal berichtet wie umständlich es war mich für die Prüfung krank zu melden, aber das lustige an der UofT ist, das die Bürokraten hier nicht nur Studenten sondern auch Professoren quälen: Wenn eine Klausur nicht "normal" ausfällt, muss der Professor das zum Beispiel jedes Mal schriftlich begründen. Mein Logik Prof hat sich da Jahr für Jahr absurdere Begründungen einfallen lassen ("Das sind Spätauswirkungen von Tschernobyl") bis ihm dann irgendwann der Dekan gebeten hat, damit aufzuhören, damit die Sekretärin nicht immer an seinen Begründungsschreiben verzweifelt. Sie war nämlich die einzige, die diese Begründungen las, weil das Komitee, dass das eigentlich bewerten sollte seit Jahren nicht zusammen getreten war.
    Für so viel ausgleichenden Bürokratie-Stress für Profs und Studis: HU 0 : 1 UofT
     
  • Studentenleben: Also ich hatte ja schon beschrieben das es hier so viele Studentenclubs, etc. gibt und eigentlich alles durch die Uni organisiert ist. Einerseits ist das natürlich praktisch, weil es so relativ einfach ist (grad als exchange student) in diese Gruppen zu kommen, aber viele Studenten kennen dann halt auch praktisch keine Nicht-Studenten, weil wo würde man die denn auch kennen lernen, wenn alles über die Uni organisiert ist.
    Im Vergleich zu deutschen Studenten sind die kanadischen auch auffällig unpolitisch und selbst diejenigen die sich in der Studentenverwaltung oder anderen Clubs engagieren, sind nicht unbedingt sonderlich politisch interessiert. Relativ oft hört man auch die Aussage, das es ja Sinn macht sich in solchen Clubs zu engagieren, weil das gut auf dem Lebenslauf aussieht. Zumindest bei einigen der Clubs merkt man das den Leuten auch an!
    Wenn man sich Sachen außerhalb der Uni anschaut, dann gibt es nicht so wirklich große Unterschiede zwischen Berlin und Toronto (über Torontoer Clubs und Bars werde ich aber auch noch mal versuchen zu berichten!)
    Ich würde sagen mir ist Berlin insgesamt etwas sympatischer: HU 2 : 1 UofT
     
  • Der Harry Potter Faktor: Das die University of Toronto total Harry Potter ist, war ja schon am Anfang mein Eindruck - und das hat sich bis zum Ende gehalten =D Warum? Naja, ich sag mal, hier ist mein Video von einem Quidditsch Match an der UofT: www.youtube.com/watch?v=vT-ZOFafGfs Enjoy!
    Angenommen dies ist ein zulässiges Kriterium im Univergleich, dann ist steht es eindeutig HU 0 : 3 UofT
     
So das ergibt jetzt HU 12 : 12 UofT , aber nur wenn man alle Kriterien gleich werten würde. Mir persönlich gefällt es jedenfalls wesentlich besser an der HU zu studieren, aber nach einem Jahr hier kann ich jetzt die HU immerhin viel besser wertschätzen :D Was denkt ihr denn? Sind Studiengebühren wichtiger als der Harry-Potter-Faktor? Und was ist mit den anderen Kriterien? Würdet ihr lieber an der HU oder der UofT studieren? (sooo viele Fragen, da könnte doch jeder mal in den Kommentaren wenigstens eine davon beantworten, ne?)


P.S. Ich werde versuchen jetzt in der nächsten Zeit noch über all die Sachen zu schreiben, die ich mir vorgenommen habe mal hier ins Blog zu packen, weil ab Anfang Mai bin ich ja am Reisen und muss davon berichten :D

P.P.S. Frohe Ostern!

24
Mrz
2011

Ich dacht' schon mal es wäre Frühling...

Die Vögel zwitscherten, es war viele Tage am Stück über null Grad, kein Schnee mehr weit und breit, man konnte ohne Handschuhe und Mütze draußen rumlaufen, einfach wunderbar: Früüüüüüüüüüühling :D

Und dann, am Mittwoch, plötzlich wieder Schnee :( Und dann laufen wieder alle mit hochgezogenen Schultern und gesenktem Kopf durch die Straßen, der Wind weht von den Dächern und mir ins Gesicht, der CN Tower ist kaum noch zu sehen...



Aber das schöne ist: Den Bäumen wachsen dann auch gleich wieder Eiszapfen:

Da hätte ich Stunden vorstehen können, und das aus noch zig anderen Perspektiven fotografieren wollen... Musste dann aber weiter zur Probe. Und das ist jetzt die ganz elegante Überleitung: In einer Woche ist schon unsere Aufführung *aufregung aufregung* Ich befürchte ja, das es nicht so viele Leser dieses Blogs hierher nach Toronto schaffen, aber ich will es sicherlich niemandem ausreden ;) Auf jeden Fall könnt ihr euch unsern Trailer angucken: YOUTUBE! Wir werden aber auch die eigentliche Aufführung aufnehmen und ich werde in Berlin dann mal eine Videovorführung machen für alle Interessierten!

21
Mrz
2011

Ride the rocket!

“Ride the Rocket!” - So ist das wunderbare Motto der TTC, der Toronto Transit Comission. Wesentlich weniger wunderbar ist allerdings die TTC selbst, und dem Vergleich mit der BVG hält sie auch definitiv nicht statt! Die Ubahnen der TTC sind zwar schnell und zuverlässig, allerdings gibt es auch eigentlich nur zwei Linien (und zwei weitere Mini-Linien die ausschließlich in den Vororten fahren).

Ansonsten fahren auf den meisten größeren Straßen entweder Busse oder Straßenbahnen und das hat den Vorteil das man (zumindest in der Downtown Gegend) denkbar einfach navigieren kann: Man fährt so weit nach Osten bzw. Westen wie nötig, steigt dann einmal um und dann halt nach Norden bzw. Süden bis man da ist! Das Problem bei den Bussen oder Straßenbahnen ist allerdings auch: Man weiß nie so genau, wann die denn nun eigentlich kommen und wie lange sie irgendwo hin brauchen... Die Haltestellen muss man auch erst mal finden, die sind nicht gerade auffällig gekennzeichnet und Fahrpläne gibt es an ihnen natürlich auch nicht. Auch etwas gewöhnungsbedürftig ist das Fahrscheinsystem. Zunächst braucht man ein “token”, also so eine Münze die wie putziges Spielgeld aussieht, das ist dann gültig für eine Fahrt, damit bezahlt man bevor man einsteigt und nimmt sich dann einen “transfer”, also ein Papierchen was besagt wo man eingestiegen ist, damit man auch umsteigen kann. Statt mit token kann man auch mit 3$ in bar bezahlen, für Straßenbahnen und Busse muss man es dann aber immer passend dabei haben, was ziemlich nervig ist... Und so sieht das dann aus:



Der Hauptbahnhof ist die Union Station, dort kann man auch in die GO Train umsteigen (dazu weiter unten mehr). Über die Union Station gibt es auch nicht so viel zu sagen, ist halt ein geschäftiger Hauptbahnhof, aber einen Besonderheit muss ich doch erwähnen, weil ich es jedes Mal wieder so lustig finde: In der Union Station sieht man oft Leute die 5-10 Minuten lang einfach nur da stehen und auf die Anzeige der nächste Züge starren. Warum? Weil das Gleis auf dem der Zug abfährt immer erst ein paar Minuten vor Abfahrt angezeigt wird, damit die Leute brav in der Haupthalle warten und nicht auf den Bahnsteigen. Vermutlich weil die Bahnsteige unglaublich schmal sind und sonst kein Platz für aussteigende Passagiere wäre. Ist zwar irgendwie von der Idee her praktisch, aber der Anblick von einer Gruppe von Leuten die 10 Minuten lang darauf warten eine kleine Zahl auf der Anzeigetafel zu sehen ist einfach zu ulkig ^^



Wenn man in die Vororte von Toronto fahren will oder zum Beispiel nach Ajax, dann hilft einem die TTC nicht mehr wirklich weiter, da muss man statt dessen die GO Train bemühen. Wie in Berlin die Sbahn ist das ein eigenes Unternehmen, aber anders als in Berlin gibt es hier keinen Verkehrsbund mit einheitlichen Tickets -.- Aber dafür ist es halbwegs schnell =) Wenn man dann in Ajax in den Bus steigt, muss man auch noch mal zahlen, aber falls man vorher die GO Train genommen hat dann nur den halben Preis oder so... Viel zu verwirrend kompliziert finde ich das ja! Hier sieht man die GO Train und ein Beispiel für die auffällig unauffälligen Haltestellen (allerdings in Ajax, nicht in Toronto)



SO, jetzt will ich aber auch mal aufhören über den Verkehr zu meckern! Was gibt es denn so zu loben?
Die U-Bahn- und Straßenmusiker hier sind viel besser! Das liegt vermutlich aber auch daran, das man um an die Lizenz für einen der begehrten Plätze zu gelangen, bei einem Vorspielen ausgewählt werden muss. Und man sieht dann auch tatsächlich nur die lizenzierten Musiker. Das finden hier aber auch alle ganz normal: "Es gibt ja nur wenige gute Plätze für Straßenmusiker, also müssen die doch irgendwie ausgewählt werden, wie soll das denn sonst funktionieren?"
Sehr sympathisch ist mir auch das hier die Orientierung für Leute wie mich, die sich gerne nach Himmelsrichtungen orientieren, super einfach ist! Überall liest man so Dinge wie "Ausgang zur nördlichen Seite der College Street, westliche Seite der University Avenue" oder auch "Bahn Richtung Norden/Süden" etc. Leider führt das aber noch nicht dazu das die Torontoer einen besseren Orientierungssinn haben als die Berliner ;)

Zum Verkehr allgemein muss ich noch sagen, das die Torontoer Autofahrer viiiiel netter sind als die Berliner! Die nehmen unglaublich viel Rücksicht auf Fußgänger, was mich immer wieder von Neuem überrascht^^ Und selbst wenn man den Autofahrern zu verstehen gibt, das sie doch ruhig als Erste fahren sollen, machen das nur die wenigsten. Ich habe ja den Verdacht das die so halb erwarten man könnte sich dann spontan doch noch vor ihr Auto werfen und sie verklagen oder so...

8
Mrz
2011

Spaß mit Eiszapfen

Vorgestern Nacht ist es hier plötzlich wieder Winter geworden, so mit Schnee, kalt uuuuuuuuuund Eiszapfen!


Mitte Januar war an dem Kabel im ersten Bild mal ein WIRKLICH beeindruckender Eiszapfen, als wir ihn dann für zu gefährlich erklärt haben und herunter geschlagen haben, war er mindestens anderthalb Meter lang und sah sehr bedrohlich aus... Im Vergleich dazu waren diese Eiszapfen knuffig, wobei mich das Geländer mit den zwei Eiszapfen schon irgendwie böse angeguckt hat. Damit auch andere Leute vorgewarnt sind vor der bösartigen Natur des Geländers, bin ich dann ein bisl kreativ geworden uuuuuund...






...präsentiere nun stolz....






den Geländerdrachen:



Edit: Nach einem Tag schaut er noch gruseliger aus...
Edit 2: Nach zwei Tagen wurde ihm von einem tapferen Ritter er die Zunge und die Zähne herausgeschlagen... oder er hat sie einfach verloren :D

7
Mrz
2011

Reading Week

Vorletzte Woche war hier eine Woche lang “Reading Week”. Mitten im Semester haben die Studenten einfach eine Woche lang keine Vorlesungen, keine Tutorien, etc. Und was macht der Student dann so mit seiner ganzen Zeit in der Reading Week? Na, ratet mal... Lesen? Quatsch! Skifahren! (zumindest erwarten das die Professoren hier...)

Und was habe ich so mit meiner Reading Week angefangen?

FULL DAY REHEARSALS
Ihr wisst es ja vielleicht noch gar nicht, aber ich spiele bei einer Produktion des German Drama Club mit: Am 1. und 2. April werden wir “Die Niebelungen” in der Version von Moritz Rinke aufführen und ich bin die Kriemhild :D Normalerweise sind unsere Proben einmal die Woche Donnerstag abends aber das erste Wochenende der Reading Week hatten wir zwei volle Tage Proben und sind wieder gut weiter gekommen. Rechts seht ihr ein Bild von ein paar Requisiten-Planungs-Haufen ;) Also, wer kommt alles zur Aufführung???

VISIT TO AJAX
Sonntag Abend bis Dienstag früh war ich dann auch endlich mal wieder draußen in Ajax. Ich bin mit Joy runter zum See spaziert und habe feststellen können das ich einen verschneiten Strand ganz schön irritierend finde. Aber die Eiszapfen die sich durch die Wellenspritzer bilden sind schon hübsch... Sieht aber eher nach Salz aus als nach Eis...


Am Montag hatten übrigens auch die Nicht-Studenten frei, es war nämlich ein Feiertag, und zwar ein brandneuer: Family Day! Der wurde vor 2 Jahren eingeführt, weil Ontario sich beschwert hat das die anderen Provinzen viel mehr Feiertage haben... Später am Tag waren wir dann auch noch auf einem kleineren Teich Schlittschuh laufen, mussten dafür aber auch erst mal Schnee schippen auf dem Eis! War aber lustig... Warum war ich so lange nicht mehr Schlittschuhlaufen?


WIEDER IN TORONTO
Den Rest der Woche habe ich dann in Toronto verbracht und war dann unter anderem auch mal in der gruselig großen Dufferin Mall nach Klamotten shoppen... Da habe ich dann festgestellt das es hier fast unmöglich ist, Hosen zu bekommen die gerade geschnitten sind, ganz zu schweigen von Hosen mit etwas Schlag. Irgendwie finde ich das falsch wenn alle Hosen an den Unterschenkeln enger sitzen als an der Hüfte -.- Außerdem gab es beim einkaufen noch so Kuriositäten wie Umkleidekabinen die man sich erst vom Verkäufer aufschießen lassen muss. Hat irgendjemand ne Idee warum man das so machen sollte?!?
Am Freitag wollte ich dann eigentlich mit dem Centre of International Experience zum Dagmar Ski Resort fahren und zum ersten Mal im Leben auf Skiern stehen... Bin aber leider Donnerstag krank geworden, so das daraus nichts wurde. Und da ich bis Montag krank geblieben bin, war die zweite Hälfte meiner Reading Week dann auch nicht so erfreulich...

Nun hat die Uni seit einer Woche wieder begonnen und das Semester nähert sich schon rasend schnell dem Ende. Bis 7. April gehen die Vorlesungen, bis dahin habe ich auch noch 2 Midterm Tests und muss einen Essay schreiben. Nach Vorlesungsende gibt es ein paar Tage study period und dann ist 12. - 29. 4. Prüfungszeitraum, meine beiden Prüfungen liefen allerdings am 27. und 28. schön dicht beieinander und schön am Ende -.- Naja, kann man nichts machen :) Und wo genau ich ab Mai dann rumreise werde ich hier auch noch mal berichten, bin im Moment am plaaaaaaanen =)

18
Feb
2011

Co-Op Part I

So, nun will ich euch auch endlich mal zeigen, wo ich hier wohne, und da kommt mal wieder das bewährte Youtube-Video zur Geltung:

(Achtung, beim angucken wird einem etwas schwindelig, vielleicht übe ich bald mal die Kamera still zu halten...)


So, und damit man die Kunst (?) noch ein bisschen unwackeliger beobachten kann, hier ein paar Fotos:


Bald kommt auch ein Video von meinem Zimmer, und ich erzähl auch bestimmt noch viiiel mehr über Co-Op :D

7
Feb
2011

Schnee!

Seitdem ich letzten Mittwoch endlich wieder mit meiner Kamera vereint wurde (die sich erstaunlich lange Zeit gelassen hatte für den Weg über den Atlantik) habe ich nun ja wohl keine Ausrede mehr, warum mein Blog so verlassen dasteht in letzter Zeit...

Also Kamera + Schnee = neuer Blogeintrag

Als meine Kamera ankam, war in Toronto nämlich gerade Schneesturm-Warnung, was dann auch dazu führte das fast alle Unis einen "snow day" hatten, als keine Vorlesungen - außer der U of T natürlich -.- Beziehungsweise außer mein Campus, denn die anderen beide UofT Campusse hatten auch ihren snow day :[ Aber jedenfalls war am Donnerstag dann der ganze Campus wunderbar weiß eingepudert:

(das erste ist ein Suchbild: Wer sieht eine der Stufen die da unter dem Schnee lauern? :D )

Auf dem Campus sind die Wege aber immer ziemlich gut geräumt, insofern muss ich gar nicht so viel durch den Schnee stapfen, meine Schuhe sind aber trotzdem immer deutlich dreckiger als in Berlin:


Nicht so gut geräumt ist allerdings im Queen's Park (der mitten auf dem Campus liegt und durch den man dann doch immer durchstapfen muss :] )



So, und demnächst gibt es dann hier auch wieder etwas wesentlichere Beträge ;)


P.S. Das Bilderrätsel habe ich jetzt auch mal aufgelöst (letzter Kommentar)

9
Jan
2011

Der Flugreise dritter Teil...

Ich bin tatsächlich angekommen! Aber das Abenteuer war noch nicht zu Ende, als ich in Amsterdam losflog...

Der Flug Amsterdam --> Detroit ist mit 40min Verspätung gestartet und bei der Landung warens dann 50min. KLM hatte den Weiterflug so gebucht, das wir selbst bei planmäßiger Landung nur 1:20 gehabt hätten, was für einen amerikanischen Flughafen eh eher knapp ist... Haben also in Detroit den Anschlussflug nach Toronto nicht gekriegt, und wurden auf den nächsten Flug umgebucht, der nur wenig später war. Und dieser Flug ist nicht nur pünktlich abgeflogen UND pünktlich gelandet, sondern ich durfte auch noch First Class fliegen, weil sonst kein Platz war. =) Aber ihr glaubt doch noch wirklich das bei auch nur einem einzigen Flug auf dieser Reihe alles gut gelaufen ist, oder? In Toronto angekommen stellt sich heraus: Mein Gepäck war nicht auf dem Flug mit dabei -.- Das von den Leuten die direkt nach mir ihr Gepäck in Detroit aufgegeben haben, war aber da. Das war noch mal genau so beliebig wie die Entscheidung wer von dem ursprünglichen Flug Amsterdam-Toronto gekickt wird... Mein Gepäck sollte dann mit dem darauf folgenden Flug aus Toronto kommen, und der [ratet mal! genau...] hatte Verspätung. Als ich endlich aus dem Flughafen raus war, war es 6 Uhr abends - 21,5h nachdem ich eigentlich hätte landen sollen. In wie vielen Schlangen ich während der 40 Stunden gestanden habe, will ich glaube ich gar nicht wissen. Aaaaaaaaaber ich habe es geschafft! Ich bin in Toronto und mein Gepäck auch :)

Eigentlich wollte ich den Schlüssel für mein neues Zimmer ja noch am Freitag abholen bevor das Campus Co-Op Büro um 5 schließt... Als ich in Toronto gelandet war (3 Uhr etwa) habe ich dort angerufen und die haben dann organisiert, dass bis 7 jemand auf mich wartet mit den Schlüssel. Da die öffentlichen Verkehrsmittel im Gegensatz zu den Fliegern super zuverlässig und pünktlich waren, war ich dann tatsächlich um Punkt 7 Uhr am Campus Co-Op Haus und habe meinen Schlüssel und mein "Welcome Packet" erhalten =). Habe dann noch ein bisl mit den Leuten da gequatscht und bin dann auch bald zu meinem alten Zimmer zurück um endlich zu schlaaaaafen! :)
Heute habe ich dann alle meine Sachen gepackt und rüber getragen - und mich seht gewundert das ich schon wieder so viel Kram habe. 2 große Rucksäcke, 5 kleine, 3 Tüten. Angekommen bin ich mit einem großen und einem kleinen Rucksack. Hmmm... Habe jetzt jedenfalls fast alles im neuen Zimmer eingeräumt und sobald ich mich "wirklich eingerichtet" fühle, mache ich natürlich auch Fotos! Aber ich bin auf jeden Fall sooooooo froh das ich dahin umgezogen bin und die Leute die ich bisher da getroffen habe sind voll nett =)

7
Jan
2011

Luchthaven Schiphol - Part II

Tja, ich hätte wohl gestern nicht schreiben sollen, dass mir der Flughafen so gut gefällt - ich bin nämlich immer noch hier!

Als ich gestern zum Boarding ging, wurde mir kurzerhand mitgeteilt, dass das Flugzeug kleiner sei als bei der Buchung gedacht und deswegen wüssten sie noch nicht ob sie Platz für mich haben. Hallo? Ist denen plötzlich der Flieger geschrumpft, oder was? Nein, das eigentlich vorgesehende Flugzeug ist irgendwie kaputt und KLM, die Royal Dutch Airline hat in den Niederlanden natürlich keinen passenden Ersatz parat sondern nur ein kleineres Flugzeug, in das ich und 15 andere Passagiere halt leider nicht mehr rein passen...
Also gibt es viele Entschuldigungen, einen neuen Flug, Gutscheine, VISA Karten [naja, eine] und ein Hotel für die Nacht. Aber zum Hotel Chariot muss man auch erst mal hinfinden... Der Hotel-Shuttle fährt angeblich von "B14", dort fahren aber nur normale Busse. Nach dem wir eine halbe Stunde im Regen umher geirrt sind, kommt dann in der Nähe von B14 tatsächlich unser Shuttle. Yay! Die Fahrt zum Hotel zieht sich hin, und wir fahren immer weiter weg von Amsterdam in komische dunkle Vorort-Gegenden.... Dafür ist das Hotel dann aber doch erstaunlich schön =) Erstmal in Kanada Bescheid sagen, dass ich nicht mehr ankommen werde heute, dann runter zum Abendesssen und dann ins Bett fallen...

Heute morgen klingelt dann schon um 5.30 der Wecker, gerade am Flughafen angekommen haben wir aber erfahren, dass unser Flug Verspätung hat... Eigentlich sollten wir hier 7.50 abfliegen, jetzt heißt es 8.30... Der Flug geht dann nach Detroit, wo wir hoffentlich genug Zeit haben werden um in den Flug nach Toronto umzusteigen.... Falls ich planmäßig landen sollte, bin ich dann um 13:27 Ortszeit in Toronto [19:27 in deutscher Zeit] und werde dann ganz ganz schnell nach Downtown um den Schlüssel für mein neues Zimmer abzuholen, bevor das Büro um 5 fürs Wochenende schließt...
Drückt mir die Daumen, dass heute alles klappt, ja?

6
Jan
2011

Luchthaven Schiphol

TADA, das Blog und ich melden sich wieder zurück im neuen Jahr - und zwar vom Luchthaven Schiphol (Flughafen Amsterdam). Ich hatte eine wunderbare Zeit in Deutschland und bin jetzt neugierig auf mein neues Zimmer, die neuen Leute da, das neue Semester...

Da in Berlin Tegel nicht nur die Straßen sondern auch die Landebahnen arg glatt waren, durfte die Maschine aus Amsterdam erst 2 Stunden zu spät los fliegen, und dadurch verzögerte sich natürlich auch in Berlin alles. Da sich das KLM Personal nicht sicher war, ob der Flug überhaupt statt findet, durfte ich dann auch stundenlang mein Gepäck nicht aufgeben *hmpf* Aber um 12, also eine Stunde nach planmäßigem Abflug war es dann endlich soweit: Check-In und gleich darauf auch Boarding. Nach diesem überraschenden Schub von Aktivität kehrte zunächst wieder Ruhe ein: Eine gute halbe Stunde musste unser Flugzeug auf seinen Platz beim Enteisen warten - und als wir schließlich an der Reihe waren, war es über 0°, und damit das Enteisen hinfällig. Sanfter Flug mit viel Platz im Flugzeug (wegen der ganzen Leute die ihren Anschlussflug eh nicht gekriegt hätten) und nach einer Stunde die Landung auf dem von mir gerade gekrönten gemütlichsten Flughafen der Welt =) Es fängt ja an mit den ganz vielen gemütlichen Lounges hier, mit so exotisch seltsamen Stühlen die man sich nie selbst kaufen würde und erstaunlich vielfältig-bunten Polsterbezügen. Aber das ist noch nicht alles, die haben hier sogar ein Museum und eine Bücherei! [ja, ich bin glücklich] Da ist es schon fast schade, dass sich mein Aufenthalt hier von 5 1/2 auf 3 Stunden verkürzt hat.... Apropos Zeit, ich muss auch gleich los zu meinem Gate, Boarding beginnt wohl fünf nach fünf. Um 18:05 steigt der Flieger dann hoffentlich planmäßig in die Luft und um 2:30 nach deutscher Zeit lande ich in Toronto [Ortszeit 20:30]


Als Beschäftigung bis zum nächsten Blogeintrag, ein Bilderrätsel für euch....
Was ist das? Kreative und (un)ernst gemeinte Theorien bitte in die Kommentare ;)
wasbinich
Und wem ich es schon gezeigt hatte, darf nicht mit raten!

24
Dez
2010

Türchen #24

Hart House - das Herz der Uni! :)



...und auch das letzte Bildchen in meinem Blog Adventskalender. Hier sind sie noch mal alle zu sehen *klick*. Ich berichte dann im neuen Jahr weiter aus Toronto (ab 6.1. bin ich wieder da).

Frohe Weihnachten! =)

16
Dez
2010

Ein Jammer-Beitrag vom New Yorker Flughafen

ja, ihr seid vorgewarnt: Es folgt ein vermutlich eher jammeriger Eintrag denn ich sitze gerade krank am Flughafen rum, habe noch 5 Stunden bis mein Flieger nach Berlin gent und ausserdem in den letzten 32 Stunden nur 2 Stunden geschlafen...

Aber von Anfang an: Am Montag war ich noch froehlich am Lernen fuer die
Klausur am Mittwoch, am Dienstag war ich stews am Husten und hatte ziemliche Kopfschmerzen, hab es mir also ganz gemuetlich gemacht den Tag umber, mich schoen warm eingemummelt, etc. - bis zur Klausur wollte ich ja wieder fit sein... Der Plan ist niche aufgegangen, Mittwoch morgens war ich richtig krank :/
Und dann ging der Spass mit der Uni-Buerokratie los... Das es direkt auf dem Campus fuer Studenten ne Klinik gibt, ist ja erstmal echo praktisch. Da musste ich dann zwar 1,5 Stunden warten, aber dafuer wars dann auch alles gut organisiert. Rapid Strep Test negativ ("oh schade, dann kann ich Ihnen gar keine Antibiotika geben") und das offizielle Uni-Krankschreib-Formular in Sie Hand gedrueckt. Mit diesem dann weiter zum Pruefungsamt. Auf der Krankschreibung standen eigentlich schon alle Infos drauf: Name, Datum, um welche Pruefung es geht. All diese Infos durfte ich dann aber auch noch mal in 2Formulare eintragen: Mit dem einen habe ich wohl beantragt die Pruefung nach zu schreiben und mit dem anderen bestaetigt, das ich ueber das Verfahren aufgeklaert wurde oder so... Genau erinnern kann ich mich nicht, dazu war ich viel zu sehr neben der Spur... Nachdem es also drei Formulare mit praktisch identischen Informationen und jeweils mindestens einer Unterschrift von mir gab, war der Buerokratie-Marathon noch nicht zu Ende... Auf dem online portal ROSI musste ich noch meine 'Abwesenheit deklarieren' und dann brauchte die Dame hinter dem Schalter noch eine handschriftliche Erklaerung von mir. Was da drauf stehen sollte? Das wusste ich zunaechst auch nicht so recur, aber es stepped Sichuan dann heraus: Mein Name, das Datum, das ich die und die Pruefung wegen Krankheit nicht mitschreiben konnte und meine Unterschrift -.-
Insgesamt war ich damit 4 Stunden unterwegs, die Pruefung haette nur 2 gedauert... Nacho hause, packen, und dann ueben nacho deutscher Zeit ins Bett zu gehen, also um 6 Uhr abends. Dank wunderbar unterhaltsamen Halsschmerzen have ich allerdings nur eine halbe Stunde geschlafen bevor um 2 Uhr morgens mein Wecker klingelte... Da ich widerspruechliche Informationen gefunden hate, wann der Nachtbus zum Flughafen faehrt, bin ich auf gut glueck Los gelaufen und musste dann 40 min an eider arschkalten Strassenecke auf den Bus warten. Das der bus alle halbe Stunde kommt, darin waren sich meine quellen uebrigens einig gewesen -.-
Am Torontoer Flughafen ewig fuer die diversen US Sicherheitschecks anstehen, duty free shopping gehen (hustenbonbons!) aber dann auch irgendwann (=6.45) endlich im Flieger sitzen und abheben... Sonnenaufgang ueber den Wolken ist schoen, aber Fliegen ist gesund definitiv lustiger! Am JFK Airport ist alles n bisl komplizierter als letztes mal: statt 20m durch den Zollverein muss ich meinen rucksack gefuehlte 20kmquer durch den Flughafen schlep pen... Aber irgendwann ist auch das geschafft und ich habe meine zweite Bordkarte (die konnte ich mir wigeon 'government regulations' nicht selbst ausdrucken) und da bin ich nun am JFK airport mit 11 Stunden Zeit die totzuschlagen sind... Schlafen hat nicht so riesig gut geklappt (einmal 30min, einmal ne Stunde) aber es gibt tee, warme milch mit honig UND... iPads, die man einfach so benutzen kann, und genau das mache ich gerade. An Allen rechtschreibfehlern ist hundertprozentigndas ipad schuld, das Mach naemlich staendig nervige autokorrekturen, wie zB mit --> MIT, pen --> fraud und and ere spaesse...

So, ich Mach mich mal auf Mir den naechsten tee kaufen.... Aber blog schreiben hat schon mal echt gut Zeit vertrieben und Von den halsschmerzen abgelenkt! Beim flug nach Berlin were ich dann hoffentlich viel schlafen und fleissig gesunden! Bald bin ich da... :)
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Janila unterwegs

next stop: Toronto, Kanada

Was ist das hier?

Nachdem ich in diesem Blog von meinem habjährigen Freiwilligendienst in Indien (Aug 07 - Jan 08) berichtet habe, will ich es nun nutzen um von meinen Auslandssemestern an der University of Toronto in Kanada zu erzählen...

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